Bei der Anlage eines Steingartens kann man die unterschiedlichsten Gartensituationen nutzen.
- Zum einen kann er ein Ersatz des Nachbarzaunes sein, der in Verabredung mit dem Nachbarn, durch eine Erdlehne von fast gleicher Höhe ersetzt wird.
- Weiterhin kann ein gewundener Schattenhohlweg mit seinem ganzen Schattenpflanzen und Farnreich gestaltet werden.
- Das gleiche gilt von der regelmäßigen oder naturhaften, geradlinigen oder gewundenen Hohlwegtreppe mit möglichst flachen, für den Fuß genügend breiten Stufen.
- Statt eines Gärtchens versenkt man in der Nähe des Hauses, teils aus Windschutzgründen, teils aus Beschaulichkeit, einen kleineren Platz, der ringsherum in zwei flachen Steingarten-terrassen wieder zu normaler Gartenhöhe aufsteigt und manchmal auch - noch tiefer in das Bodenniveau eingelassen - ein kleines Ufer- und Wassergärtchen enthält.
- Von eigentümlichem Reiz kann auch das Steingärtchen der schrägen Schichtsteinplatten sein, zum Beispiel aus gelbrauen Travertinplatten, besetzt mit immergrünen Zwerggehölzen und Stauden, oder aus rotem Sandstein, besetzt mit blaugrünen Polsterstauden und blaugrünen Zwergnadelgehölzen.
- Kleine Böschungen, die bisher tote Flächen oder Unkrautherde waren, kann man mit Schwingungen auslaufen lassen, flach terrassieren oder mit Hohlwegen und Hohlwegtreppen aufschließen, die auf tief eingelassene Sitzplätze zuführen.
- Größere Abhänge oder Böschungen sind wie geschaffen für die Anlage architektonischer Terrassengärten oder natürlicher Steingärten.